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An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit

Die Atmosphäre bei Basketballspielen von ALBA-Berlin ist immer packend. Tausende von Fans feuern voller Freude und Enthusiasmus ihre Mannschaft an. Und dann ist da noch der Stadionsprecher, der mit seiner Präsens, seiner Liebe für den Basketballsport und seinem Engagement, jedes Heimspiel von ALBA zu einem Highlight macht.

Dank meines freiwilligen sozialen Jahres bei Seitenwechsel und dem Alba-Vizepräsident, Henning Harnisch, wurde es mir ermöglicht, den Arbeitsalltag von Alba-Stadionsprecher, Tom Böttcher, genauestens zu verfolgen.

ALBA gegen Würzburg lautete die erste Partie der Play Offs. Mit großen Augen lief ich an den ALBA-Katakomben zum anstehenden Vorbereitungsgespräch vorbei. In diesem Gespräch wurden letzte Details zum Pausen- und Time-out-Programm besprochen.

Dann erklärte mir Tom, dass er sich jetzt einen Interviewpartner sucht. In diesem Fall handelte es sich um den ALBA-Co-Trainer Alan Ibrahimagic. Dieses Interview würde vor dem Spiel auf der großen Leinwand gezeigt werden, um die Stimmung anzuheizen.

Kurz vor Spielbeginn wurde es dann ganz still und dunkel in der Arena. Mit einer spektakulären initiierten Darbietung und hallendem Applaus wurde jeder Alba-Spieler einzeln auf das Spielfeld gerufen. Ein Highlight, was sich neben dem Stadionsprecher sitzend, noch viel, viel größer anfühlt als an jedem anderen Platz in der Arena.

So ein wichtiges Spiel für ALBA aus dieser Perspektive zu sehen, löste bei mir ein enormes Glücksgefühl aus. Dementsprechend musste ich mich sehr zusammenreißen, um nicht permanent zu klatschen oder zu jubeln. Bei einem Platz neben dem Kampfgericht muss man versuchen, immer neutral zu bleiben und darf nicht so viele Emotionen zeigen. Tom erzählte mir, dass ihm das auch häufig sehr schwer fallen würde, schließlich ist er schon seit 12 Jahren ALBA´s Stadionsprecher.

In der Halbzeitpause durften dann die Kinder der Rudolff-Wissell-Grundschule gegen die Kinder der Gesundbrunnen-Grundschule auf dem glorreichen Parkett gegeneinander antreten. Das war für mich besonders schön anzusehen, da ich mit den sympathischen Mädchen einen Tag zuvor bei der ALBA-Grundschulliga in der Max-Schmeling-Halle sein durfte. Das Team der Rudolff-Wissell-Grundschule sorgte für den einzigen Korb in dieser Begegnung, dennoch merkte man allen Kindern deutlich an, wie stolz sie waren.

Ich ging kurz in die Mitarbeiterkabine, um einmal tief durchzuatmen. Als ich wieder zurückkam, liefen Bryce Taylor und Heiko Schaffartzik neben mir, um ebenfalls Richtung Spielfeld zu gelangen. Ich guckte die beiden mit großen Augen an und versuchte, mir meine Aufregung nicht ganz so anmerken zu lassen. Schließlich sind das auch nur Menschen.

Erst nach dem dritten Viertel bemerkte ich, dass Henning Harnisch hinter mir saß und nutzte die Gelegenheit, um mich kurz mit ihm zu unterhalten und „danke“ zu sagen.

ALBA gewann die Partie, die zum Ende hin noch einmal spannend wurde. Danach stellte ich mich zu den kleinen Kindern, um mir ebenfalls von einigen ALBA-Profis Autogramme geben zu lassen. Währenddessen tönte der neue Hit von den „Toten Hosen“ aus den Lautsprechern der Arena: „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“. Bei einem so tollen Tag, wie ich ihn hatte, wäre kein Titel besser gewesen.

Während ich noch auf Autogrammjagd war, führte Tom schon wieder fleißig Interviews, unter anderem mit Yassin Idbihi, dem Matchwinner der Partie. Sehr bewundernswert ist Toms lockere Art dabei. Nach dem Interview verabschiedete sich Tom und ich voneinander, und ich bat ihn um ein Autogramm, um dem ohnehin schon unvergesslichen Nachmittag die Krone aufzusetzen und eine bleibende Erinnerung zu haben.

Clari/FSJ bei Seitenwechsel















   
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